Es sind die Menschen, die auf dem Jakobsberg wohnen, auf die Buslinie 47 umsteigen, Schüler der Steinerschule und viele andere, die täglich die Tramhaltestelle Jakobsberg benutzen. Eine Tramhaltestelle, die unverzichtbar ist. Und dafür hat sich die Gundeldinger Koordination erfolgreich eingesetzt.
Vor nicht allzu langer Zeit erreichte das Gerücht die Gundeldinger Koordination, dass die Tramhaltestelle Jakobsberg in Zukunft vielleicht abgeschafft würde. Um diesem Gerücht nachzugehen, hat sich die Gundeldinger Koordination mit den Verantwortlichen vor Ort getroffen und erfolgreich die Unverzichtbarkeit dieser Tramhaltestelle bekräftigt. Die zuständige Projektleiterin vom Amt für Mobilität, erklärte, dass die Verhältnismässigkeit an dieser Lage bereits in der Vorstudie vertieft untersucht wurde. Grund: Der Umbau für eine BeHiG-konforme Tramhaltestelle (behindertengerechte Haltestelle) Jakobsberg ist aufgrund der räumlichen und topographischen Gegebenheiten sehr umfangreich.
Vorstudie abgeschlossen
Die Vorstudie für das Projekt «BeHiG Jakobsberg» ist abgeschlossen. In den nachfolgenden Projektphasen werden die Detailprojektierungen in Angriff genommen. Die Umsetzung erfolgt im Jahr 2030. Aus der Tramstation Jakobsberg eine BehiG-konforme Haltestelle zu machen, gestaltet sich so schwierig. Die Probleme sind vor allem: Die kurvenreiche Tramführung, das abfällige Terrain und die grosse Dichte an Wald. Nun ist aber für die Beteiligten vor Ort klar: Die Haltestelle Jakobsberg soll bleiben und BehiG-konform umgebaut werden. Soll heissen, die Tramlinie 16 wird künftig in beiden Richtungen am selben Streckenabschnitt eine neue BehiG-gerechte Haltestelle erhalten. Von oben kommend (Hechtliacker) hält das Tram dann nach der Kreuzung, unmittelbar, bevor es erneut bergab in Richtung Gundeli fährt.

Rodung
Die BehiG-konformen Haltestellen brauchen u.a. eine gerade Strecke. Um die Anfahrt BehiG-konform zu gewährleisten, wird die Station Jakobsberg nach den Umbaumassnahmen dort sein, wo jetzt eine Böschung und Wald verläuft. Ungefähr dreihundert Quadratmeter Wald fallen dem Projekt dadurch zum Opfer. Allerdings soll es an der Stelle eine Böschung bleiben, diese wird mehr in Richtung jetzigen Wald versetzt. Eine Ersatzaufforstung ist bereits geplant. Der Jakobsberger Wald bekommt an einem anderen Ort mehr Fläche und Bäume.

Gesetz ist Gesetz
Dass ein solch umfangreiches Projekt für eine simple Tramhaltestelle realisiert wird, ist Gesetz. Basels Umbau zu BehiG-konformen Tramhaltestellen ist die schlichte Umsetzung des Gesetzes. Ausnahmen gibt es keine, auch wenn das Terrain noch so anspruchsvoll ist.