Das soll aus unserer Kunschti werden

Am 27. März 2026 informierte die Basler Regierung (Medienmitteilung):

Auf dem Areal der Kunsteisbahn Margarethen soll eine multifunktionale, klimaverträgliche und ganzjährig nutzbare Sport- und Bewegungsanlage entstehen. Zudem soll auf der Sportanlage Bachgraben eine neue Eishalle für den Vereins- und Schulsport gebaut werden. Beide Projekte sind Teil der «Strategischen Sportanlagenplanung 2026», deren Umsetzung der Regierungsrat mit diesen Vorhaben konkret vorantreibt. Der Regierungsrat legt dem Grossen Rat einen Zwischenbericht vor, in welchem er diese Projekte ausführt.

Die Kunsteisbahn Margarethen ist in die Jahre gekommen und muss saniert werden. Ein erstes Sanierungsprojekt hat der Grosse Rat 2022 zurückgewiesen. Der Regierungsrat hat nun drei weitere Sanierungsvarianten und den Rückbau geprüft.

Die Kunsti als Begegnungsort fürs Quartier

Die vom Regierungsrat empfohlene Variante sieht am heutigen Standort der Kunsteisbahn Margarethen eine multifunktionale Sport- und Bewegungsanlage für vielseitige, polysportive Freizeit- und Sportnutzungen vor. Die Anlage soll ganzjährig zur Verfügung stehen. Saisonale und wechselnde Angebote decken verschiedene Bedürfnisse ab und schaffen Raum für neue Sportarten. Der Quartierbevölkerung soll die Anlage auch als Begegnungsort dienen. Für die Wintermonate ist eine öffentliche Eisfläche mit mobiler Eisproduktion vorgesehen. 

Die technische Machbarkeit, die Nachhaltigkeit sowie der Gewinn für das Sport- und Bewegungsangebot waren ausschlaggebend für den Entscheid des Regierungsrats für die Variante einer polysportiven Sport- und Bewegungsanlage Margarethen. Mitberücksichtigt wurden auch Anliegen aus der Bevölkerungsbefragung, die im Rahmen des Sportanlagenkonzepts aus dem Jahr 2022 durchgeführt wurde – etwa das Bedürfnis nach zusätzlichen Sport- und Bewegungsangeboten. Die geplante polysportive Nutzung der Kunsteisbahn Margarethen trägt diesen breit abgestützten Erwartungen Rechnung. Bevor mit den Umbaumassnahmen begonnen werden kann, soll eine neue Eishalle erstellt und in Betrieb genommen werden. 

Neue Eishalle für den Vereins- und Schulsport

Auf der Sportanlage Bachgraben soll eine neue Eishalle mit zwei wettkampftauglichen Eisfeldern entstehen, die in erster Linie dem Vereins- und Schulsport dienen soll. Die Energiebilanz ist wegen der Gebäudehülle wesentlich klimafreundlicher als bei einer offenen Eisfläche. Die nutzbare Rasenfläche auf der Sportanlage Bachgraben kann trotz der neuen Eishalle dank zusätzlichen Flächen sowie Kunstrasen beibehalten werden. In Abklärungen mit Behördenvertretern der Gemeinde Allschwil und im Rahmen einer Projektvoranfrage wurde die Bewilligungsfähigkeit einer Eishalle am Standort Bachgraben bestätigt.

Angebote für die Bevölkerung

Die geplanten Projekte schaffen auch für die breite Bevölkerung ein vielfältiges Angebot. Auf der Anlage Margarethen steht künftig ein ganzjährig nutzbares, polysportives Bewegungsangebot zur Verfügung. In den Wintermonaten wird eine öffentliche Eisfläche mit mobiler Eisproduktion realisiert. Das bestehende öffentliche Eislaufangebot auf der Kunsteisbahn Eglisee bleibt bestehen. Darüber hinaus sind in der neuen Eishalle Bachgraben Zeiten für die öffentliche Nutzung vorgesehen, sofern keine schulischen oder vereinsgebundenen Belegungen vorliegen.

Kosten und Finanzierung

Gemäss einer Kostenschätzung mit einer Genauigkeit von +/- 25 Prozent rechnet der Regierungsrat mit Gesamtkosten von rund 40 Millionen Franken für die Sport- und Bewegungsanlage Margarethen und rund 57 Millionen Franken für die neue Doppeleishalle Bachgraben (inklusive Massnahmen zur Sicherstellung der nutzbaren Rasenflächen am Standort Bachgraben). 

Weiteres Vorgehen und strategische Einbettung

Der Regierungsrat ist überzeugt, dass diese Projekte eine zukunftsweisende Kombination darstellen, die sowohl die Sport- und Bewegungsinfrastruktur als auch das Angebot an öffentlichen Begegnungsflächen nachhaltig verbessert. Das Projekt integriert die Forderungen aus der Motion der Justiz-, Sicherheits- und Sportkommission sowie der Bau- und Raumplanungskommission zum Sanierungsprojekt Kunsteisbahn Margarethen. 

Die Bewilligung der Mittel für die Projektierungen der beiden Projekte erfolgt nacheinander, da die Sanierung der polysportiven Anlage Margarethen erst starten kann, nachdem die neue Eishalle fertiggestellt ist. 

Die Weiterentwicklung der Kunsteisbahn Margarethen und der Bau einer neuen Doppel-Eishalle stehen im direkten Zusammenhang mit der «Strategischen Sportanlagenplanung 2026», die der Regierungsrat verabschiedet hat. Mit dieser Planung legt der Regierungsrat fest, wie der erhebliche Infrastrukturbedarf im Bereich Sport künftig systematisch, priorisiert und im Zusammenspiel mit anderen Raumansprüchen gedeckt werden soll. Ziel ist es, Synergien zu nutzen, gezielt in die dringendsten Projekte zu investieren und die Sportinfrastruktur langfristig und nachhaltig weiterzuentwickeln – im Interesse des Breiten-, Vereins- und Leistungssports, der Bevölkerung und der Stadtentwicklung.

Der Regierungsrat priorisiert die grossen Infrastrukturvorhaben nach Dringlichkeit. Die Realisierung einer neuen Eishalle gehört zur höchsten Prioritätsstufe (Priorität 1). Die Umnutzung der Kunsteisbahn Margarethen zu einer polysportiven Anlage mit Quartierbezug ist mit hoher Dringlichkeit (Priorität 2) eingestuft. 

Neben zusätzlichen Kunstrasenfeldern und den bereits geplanten und sich im Bau befindenden Sporthallen für den Breiten- und Schulsport gehört zudem auch ein neues Hallenbad für den Breitensport zur höchsten Prioritätsstufe (Priorität 1). Eine nach der Rückweisung des Ratschlags für die Projektierung eines Hallenbads am Standort Musical Theater durchgeführte Standortevaluation hat erneut gezeigt, dass verfügbare Flächen kaum vorhanden sind. Unter diesen Voraussetzungen wurden die Standorte Klybeck-Areal 3, Rankhof, das Feld 17 des St. Jakob-Areals und der Westquai zur vertieften Prüfung in Form von Machbarkeitsstudien definiert. Die Ergebnisse daraus sollen dem Grossen Rat in Form eines Projektierungsratschlags voraussichtlich im ersten Halbjahr 2027 vorgelegt werden.